NPL – die Guten ins Töpfchen …

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NPL – wenn der Schuldner nicht mehr zahlt.

NPL (Akronym für Non-performing Loans) ist die englische Bezeichnung für notleidende Kredite. Sobald ein Schuldner mit einer fälligen Rate im Verzug ist, handelt es sich bereits um einen toxischen oder auch Problemkredit. Die Auswirkungen sind, je nach Gläubiger, dramatisch.

Während es im deutschen Sprachraum an einer juristischen, bzw. einer so genannten Legaldefinition fehlt, wird im Bankenjargon von einem NPL gesprochen, wenn erste Indikatoren für ein sich verschlechterndes Zahlungsverhalten auftreten.

Die schlechten Forderungen verkaufen

Vor diesem Hintergrund gibt es zahlreiche Gründe, sich schnell von diesen Schuldnern zu trennen. Wenn die Verschlechterung des Zahlungsverhaltens noch nicht für eine Kündigung des Darlehens ausreicht, steht die Veräußerung des Darlehens an erster Stelle. Hierbei wird das Darlehen an einen neuen Darlehensgeber veräußert, wodurch der alte Darlehensgeber das Risiko vollständig auf den neuen Darlehensgeber verlagern kann.

Je nach Ausprägung des sich verschlechternden Zahlungsverhaltens des Schuldners, muss der Verkäufer des Darlehens erhebliche Abschläge in Kauf nehmen, um für das Darlehen einen neuen Käufer finden zu können.

Spezialisierte Finanzdienstleister

Es gibt eine ganze Menge spezialisierter Finanzdienstleister, die ausschließlich mit NPL handeln. Das geschätzte Volumen liegt alleine für das Jahr 2016 bei einem Nettokreditbetrag von rund 360 Milliarden Euro.

Selbst wenn ein Darlehen, als NPL bewertet werden muss, heißt das noch lange nicht, dass die Darlehensforderung ausfällt. Rein statistisch betrachtet ist es nur bei dem kleinsten Teil des gesamten Forderungsvolumens so, dass ein Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann.

In Deutschland hat das Volumen der notleidenden Kredite in den letzten 20 Jahren, trotz der Verschärfung der Eigenkapitalrichtlinien der Banken, erheblich zugenommen. Jede Verschärfung – Basel 1, 2 & 3 – brachte kurzfristig eine Verringerung des Volumens notleidender Kredite.

Die Möglichkeiten, der Banken, notleidende Kredite zu verkaufen, machen sich auch mehr und mehr Unternehmer zu Nutze. Bevor mit Schuldnern das Risiko langfristiger Zahlungsvereinbarungen eingegangen wird, ist immer auch eine Prüfung der Forderung auf Veräußerbarkeit angeraten.

Verkaufen, statt mahnen.

Einige wenige der am Markt tätigen Inkassounternehmen verstehen ihr Gewerbe als Finanzdienstleister mit Rechtsdienstleistungsbefugnis. Die ISE deutsche Inkasso e.K. bietet allen Mandanten für jede berechtigte und unstrittige Forderung auch die Möglichkeit an, diese Forderung zu verkaufen.



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