Vorsicht vor Directpay Mahnungen

Leider wird die Wirkung von Inkassoschreiben auch gerne von Gesellschaften benutzt, die gar keine Erlaubnis haben, Inkassodienstleistungen zu erbringen. Speziell in den letzten Wochen und Monaten grassieren wieder Rundschreiben, in denen vermeintliche Schuldner zu Zahlungen an eine Gesellschaft Namens DirectPay aufgefordert werden.

Unterschiedliche Schreibweisen

Die Gesellschaft tritt dabei unter verschiedenen Firmierungen auf, wie beispielsweise: DirectPay GmbH, DirectPay AG, DirectPay24 GmbH oder auch DirectPay24 AG. Allen Anschreiben ist gemein, dass neben der Zahlungsaufforderung auf Anlagen verwiesen wird, die sich angeblich mit der Forderung befassen. Unter keinen Umständen sollten Empfänger dieser E-Mail, die Anlagen öffnen. Es sollte auch nicht in Erwägung gezogen werden, auf diese E-Mail zu antworten.

So erkennen Sie Betrüger

Rechtsdienstleistungsregister

Der erste Weg um auf ein Anschreiben dieser Art zu reagieren, ist der Besuch der Seite: www.rechtsdienstleistungsregister.de. Es reicht, in das Feld “nach Registrierung suchen” einen Bestandteil des Firmennamens einzugeben, um einer ersten Hinweis auf die Seriosität des vermeintlichen Inkassodienstleisters zu erhalten. Sollten Sie die Meldung erhalten, dass zu dieser Firma keine Einträge existieren, ist das bereits ein wichtiges Indiz, es mit einem Betrüger zu tun zu haben.

Fehlende Kommunikationswege

Kein seriöser Inkassodienstleister wird einen Schuldner nur auf dem elektronischen Wege kontaktieren, ohne Nennung weiterer Kontaktmöglichkeiten, wie Telefon oder FAX. Sollten diese Hinweise fehlen, liegt Ihnen ein weiteres Indiz vor.

Text

Leider sind die Zeiten mittlerweile vorbei, in denen man einen Betrugsversuch bereits an dem schlechten Deutsch erkennen konnte. Was diesen Punkt angeht, lohnt es sich jedoch einen Teil des Textes in die Zwischenablage zu kopieren und über die Google-Suche nach ähnlichen Texten zu suchen. In der Regel ist der Google-Index so aktuell, dass andere Schuldner den Betrugsversuch bereits entlarvt haben, wenn es denn einer war.

Bundesverbände

Sollten Sie trotz der Ergebnisse aus den genannten Recherchmöglichkeiten unsicher sein, ob Sie gerade einem Betrugsversuch ausgesetzt sind, können Sie auch Hilfe bei den beiden großen Berufsverbändern der Inkassounternehmer suchen. Sowohl der BFIF als auch der BDIU unterhalten eine Telefonnummer, bei der Schuldner jederzeit kostenlosen Rat einholen können.