Auslandsinkasso: Eine Herausforderung der besonderen Art

Außenstände sind ärgerlich und zeitraubend. Oft greifen auch Erinnerungen und Mahnungen nicht, der Vorgang muss an einen Inkassodienstleister abgegeben werden. Doch als wäre das Problem offener Rechnungen nicht schon schlimm genug, kann die Sache noch komplizierter werden, wenn der Schuldner im Ausland sitzt. Aber „aus der Welt“ ist er damit trotzdem nicht. Das Auslandsinkasso kann helfen.

Nach wem genau man suchen muss

Sitzt ein Schuldner im Ausland, beginnt das Problem oft mit scheinbar ganz profanen Dingen. So kann es zu einer sportlichen Aufgabe werden, überhaupt erst einmal den handelsrechtlichen Namen des Schuldners zu ermitteln. Sprachprobleme erschweren den Vorgang auch immer wieder. Und letztlich muss man sich mit dem Rechtssystem auskennen, das im betroffenen Land gilt. Aber es gibt auch Probleme mit Mentalitätsunterschieden, wie ein kleines Beispiel zeigt.

„Immer locker bleiben“

Österreich ist uns nah – geografisch, sprachlich und kulturell. Aber es gibt Unterschiede, zum Beispiel bei nicht bezahlten Rechnungen. Diese Erfahrung musste ein Inkassodienstleister machen, der im Auftrag seines Kunden einen Brief schrieb. Dieser wurde nicht beantwortet. Der Grund: In Österreich wird allgemein erwartet, dass Mahnungen oder eben Inkassoanschreiben höflich und umfassend formuliert werden. Fehlen in den Augen des Empfängers diese Eigenschaften im Anschreiben, strafen sie den Absender mit Nichtbeachtung.

Und selbst wenn alles so abläuft, wie es der österreichischen Mentalität entspricht, braucht man Geduld, bis die Zahlung endlich zu verzeichnen ist.

Inkassodienstleister als internationale „Schuldner-Versteher“

Inkassodienstleister, die sich unter anderem Auslandsinkasso auf die Fahne geschrieben haben, müssen sich nicht nur in den rechtlichen Fragen gut auskennen. Sie müssen auch ein Gespür dafür haben, wie sie der jeweiligen Mentalität des Landes begegnen, in dem der Schuldner sitzt. Gute Inkassodienste verfügen hier über ausgezeichnete Möglichkeiten.

Übrigens: Das Beispiel Österreich dient natürlich nur der Veranschaulichung. Wir hätten auch jedes andere Land als Beispiel verwenden können. Im Falle Österreichs haben wir sogar ein Land gewählt, das sehr einfach zu „händeln“ ist, sofern man um die Gepflogenheiten weiß. In anderen Ländern kann die Aufgabenstellung deutlich komplexer sein. In jedem Fall ist das Geld nicht weg, wenn der Schuldner im Ausland sitzt. Zahlreiche Inkassodienste, die sich auf Auslandsinkasso spezialisiert haben, erzielen eindrucksvolle Ergebnisse.